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Bericht:
Jugendtag 2006





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Textwort: Lukas 21, Vers 19: „Seid standhaft, und ihr werdet euer Leben gewinnen.“

Dienstleiter:     Bezirksapostel Brinkmann
Mitdienende:   Bezirksapostel Jean-Luc Schneider aus Frankreich
Bischof Arvid Beckmann aus der Gebietskirche Norddeutschland

Der Bezirksapostel beginnt sein Dienen mit der Aussage „Es ist besser, sich zu freuen, als sich zu ärgern“. Er nimmt damit Bezug auf das zuvor gesungene Lied der Sänger „Ich freue mich" (CM12). Es gebe so viele Dinge, die uns im Laufe der Woche und in der Hetze dieser Zeit unsere Freude schmälern und somit das Vertrauen in den himmlischen Vater mindern würden. Mögen wir diese nun hinter uns lassen können.

Bezirksapostel Brinkmann erzählt eine Begebenheit, die sich im Vorfeld des Jugendtages ergeben hat. Er wurde darauf angesprochen, dass er ja der Kirchenpräsident des Landes NRW und Bezirksapostel sei und nun zum ersten Mal einen NRW-Jugendtag in diesem Auftrag hält. Er fragte sich daraufhin selber, wie er zu uns, der Jugend kommt – „Ich komme zu euch als Freund“ sagte er.

"Ich komme zu euch als Freund, denn ich habe euch lieb wie mein eigenes Herz!" so der Bezirksapostel
"Der Herr hat mich heute nach hier gesandt, um euer Vertrauen auf Gott zu stärken!" fuhr er fort.

Ganz besonders begrüßt Bezirksapostel Armin Brinkmann die 653 „neuen Jugendlichen“ (er vermeidet sehr bewusst den Begriff „Konfirmanden“) zu ihrem ersten Jugendtag. Beeindruckt war der Bezirksapostel von der Zahl der Gäste in den Konfirmationsgottesdiensten. Insgesamt waren es 4.442 Gäste. Umgerechnet hatte so jeder Konfirmand sieben persönliche Gäste zu seinem Ehrentag mitgebracht. Wenn von diesen Gästen nur ein Prozent davon entschließen kann, zu bleiben, so wäre das ein sehr schönes Ergebnis. Der Bezirksapostel meinte aber, es wäre auch nicht schlimm, wenn denn drei, vier oder fünf Prozent blieben. Er meinte, was wohl wäre, wenn zum Jugendtag jeder immer sieben Gäste mitbringen würde, wir nicht zum Europa-Jugendtag die LTU-Arena anmieten müssten, sondern zu jedem Jugendtag.

Danach geht der Bezirksapostel auf das Konfirmationsgelübde ein.
Bezirksapostel Brinkmann fordert mitten im Gottesdienst alle 7.700 Teilnehmer auf, sich zu erheben. Gemeinsam erneuern alle ihr Versprechen, Gott treu zu sein und sprechen das Konfirmationsgelübde. Ein sehr sehr bewegender Moment.

Anschließend ließ der Bezirksapostel folgende zwei Strophen singen (diese seinen es Wert, auswendig gelernt zu werden):

Das sei alle meine Tage
meine Sorge meine Frage,
ob der Herr in mir regiert,
ob ich in der Gnade beleibe,
ob sein Heil'ger Geist mich treibe,
ob ich folge, wie er führt.

Ob ich sorglos nichts versäume,
nichts aus Lässigkeit verträume,
ob mein Herz sich nicht zerstreut,
ob ich Böses überwinde,
im Vergeben stets mich finde,
ob mich Sünde innig reut.

Der Bezirksapostel erinnerte an die in der Heiligen Schrift berichteten Anfänge der Menschheitsgeschichte. Wie lange brauchte Satan, Adam und Eva zu versuchen, bis ihre anfängliche Standhaftigkeit wich und sie dem Angebot der Schlange nachkamen, von der verbotenen Frucht zu genießen. Das brachte den Tod, sie verloren das Leben. Ebenso verhielt es sich beim Brudermord. Esau blieb nicht standhaft im Befolgen des Gebotes Gottes, über die Sünde zu herrschen. Auch hier die Folge: Tod - das Leben verloren.

Anhand einiger positiver Beispiele machte der Bezirksapostel Mut zur Standhaftigkeit in konkreten Lebenssituationen:

Josef, von Potifars Frau arg bedrängt - und zwar nicht nur einmal, sondern täglich - blieb standhaft und wollte weder gegen Gott sündigen noch die Frau seines Herrn in die Sünde bringen.
Seid standhaft im Kampf gegen die Sünde!

Bileam, ein Prophet Israels, wurde vom seinerzeitigen Moabiterkönig Balak versucht, gegen Geld Israel zu verfluchen, damit den Moabitern ein Sieg gegen sie möglich würde. Doch dreimal segnete Bileam auf Geheiß Gottes Israel statt es zu verfluchgen. Dem erzürnten Balak entgegnete Bileam: "Hab ich nicht schon zu deinen Boten gesagt, die du zu mir sandtest: Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gäbe, so könnte ich doch an des Herrn Wort nicht vorüber und Böses und Gutes tun nach meinem Herzen, sondern was der Herr redet, das würde ich auch reden? (4. Moses 24, 12.13)
Seid standhaft im Bleiben an Gottes Wort!

Nabot, Weinbergbesitzer zur Zeit des isrealitischen Königs Ahab, verteidigte den Besitz seines Weinbergs gegen das Begehren des Königs mit den Worten: "Das lasse der Herr fern von mir sein, dass ich dir meiner Väter Erbe geben sollte!" (1. Könige 21.3)
Seid standhaft im Bewahren eures Erbes!

Daniel in Babylon ist ein Beispiel für Standhaftigkeit beim Einhalten der Speisegesetze seines Volkes. Er wollte nicht von den Speisen der Babylonier genießen. (Vergleiche Daniel 1, 8 ff.)
Seid standhaft im Einhalten göttlicher Vorschriften!

Schließlich nannte der Bezirksapostel noch die drei Männer im Feuerofen, Daniels Freunde in Babylon. Ihr Verhalten im Kampf gegen den Götzendienst ihrer Tage ist nachzulesen im Buch Daniel 3, 16 ff.: "Da fingen an Schadrach, Meschach und Abed-Nego und sprachen zum König Nebukadnezar: Es ist nicht nötig, dass wir dir darauf antworten. Wenn unser Gott, den wir verehren, will, so kann er uns erretten; aus dem glühenden Ofen und aus deiner Hand, o König, kann er erretten. Und wenn er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, dass wir deinen Gott nicht ehren und das goldene Bild, das du hast aufrichten lassen, nicht anbeten wollen."
Seid standhaft, keine fremden Götter anzubeten!

(Kursiv = Quelle: www.nak-nrw.de)

 

MITDIENEN Bez.-Ap. Jean-Luc Schneider:

Bezirksapostel Schneider geht in seinem Dienen zunächst auf die Frage ein: Was ist, wenn es einmal nicht so gut läuft bei uns?
Dann könnten schnell mal Gedanken aufkommen wie zum Beispiel: „Wer sieht mich, wer merkt, dass ich unglücklich bin; etwa jemand aus der Gemeinde oder in der Familie?“
Er empfiehlt allen, die schon mehrfach, ohne eine besondere Hilfe empfunden zu haben, mit Amtsträgern über ihre besondere Situation gesprochen haben, dies erneut zu tun. „Gib dem himmlischen Vater noch eine Chance, dir durch die Amtsträger zu helfen“, so der Rat dazu. „Der liebe Gott kann und will helfen!“ Man muss aber auch darum Bitten!
Wenn die Situation dann nicht besser wird, suchen und finden wir immer sehr schnell einen, der daran Schuld sein könnte. Der Teufel bietet uns immer jemanden, dem wir die Schuld zuweisen können! Wir sollen aber vorsichtig mit Schuldzuweisungen sein!
Das eigene Verhalten und die eigene Einstellung  sollten zunächst einmal überprüft werden.
Ferner geht Bezirksapostel Schneider auf das Opfer ein. Im ersten Augenblick ist es wohl so, dass man nüchtern betrachtet weniger im Portemonnaie hat oder weniger Zeit für irgendwas anderes hat. Der Tag hat auf Grund unserer Opfer nicht mehr Stunden und man hat auch nicht unbedingt plötzlich mehr Geld zur Verfügung …  Opfern macht nicht reich! Aber es macht auch nicht unglücklich. Zeit und Geld verlieren etwas ihrer Macht über uns – so der Bezirksapostel

 

MITDIENEN Bischof Beckmann:

Als er heute Morgen vor die Halle gefahren sei, so Bischof Arvid Beckmann, habe er sich wie ein Hollywood-Star gefühlt. „Lauter Reporter und Fotografen um mich herum!“
Er ist dankbar, dass er an diesem Morgen hier sein darf und über die große Gemeinde, die ihn in Liebe aufgenommen hat.
Ferner sei es Ratsam auf die zu sehen, die standhaft im Glauben sind, so der Bischof.
Ist unser Glaube auf Treibsand gebaut oder steht er auf festem Grund? Das Haus, welches auf Sand gebaut steht, ist bei der ersten Überschwemmung dahin – anders das auf festen Grund, auf Felsen gebaute Haus. Es übersteht auch schwerste Fluten und Stürme.

Bischof Beckmann vergleicht einen festen Glauben mit einem Möbelstück: „Genau wie bei einem Möbelstück soll unser Glaube durch und durch aus Echtholz sein und nicht etwa ein billiges Furnier!“

FORTFAHREN des Bezirksapostel Brinkmann:

Unser Bezirksapostel wies vor der Feier des heiligen Abendmahls noch auf zwei wesentliche Aspekte hin:
Zum einen warb er einmal mehr für Gottvertrauen und zum anderen empfiehlt er der Jugend, am Werk des Herrn zu bleiben!

 

Diakon Sven Geldmacher
Gemeinde Hattingen