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Bericht:
kleiner Jugendtag 2006 - Der Vormittag





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Kleiner Jugendtag, Bezirk: Apostel Hoyer, 20.08.2006

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Wort: Hebräer 10, 39
„Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.“
Ap Hoyer und Achim

Apostel Hoyer beginnt sein Dienen, indem er zum Ausdruck bringt, dass er von tiefer Freude erfüllt ist, dass wir heute Morgen hier zusammen gekommen sind.
Er möchte, dass wir unseren Blick nicht nur auf den Altar richten, sondern auch mal für einen Moment diese Halle und ihre historische Bedeutung lenken. Die Halle, in der wir heute den Gottesdienst erleben, war früher die Energiezentrale des Eisenwerks. Hier wurde mit Hilfe von elf Großgasmaschinen Wind und Strom erzeugt um die Hochöfen zu betreiben.

Der Apostel zieht drei Schlüsse:

  1. Hier in dem Stahlwerk liegen die beruflichen Wurzeln vieler unserer Großeltern oder Eltern. Der Apostel bittet uns, dass wir an die Tradition anknüpfen. Wir, als die Kinder, bzw. die Jugendlichen, sind dazu angehalten, das Werk weiter zu treiben.
  1. Dieser kl. Jugendtag soll einen Schwung der Freude in uns auslösen und das der Wind des Geistes in uns wehen kann, dass unser Herz ganz vom Wind des Geistes durchdrungen werden kann, wie ein Stück Kohle, welches man anzündet und dann Luft zufächert, damit es schneller und heißer brennt und ganz von dem Element Feuer durchzogen wird.
    Freudig zur Vollkommenheit – „Freude“
    Freude, so der Apostel, ist kein fertiges Paket, welches einem ins Herz fällt. Für die Freude kann/muss man sich aktiv entscheiden. Es gibt zwei Alternativen, Arbeit zu tun. Getan werden muss sie, aber man kann sich entscheiden ob man diese Arbeiten mit Gram oder mit Freude tut.
  2. Der Stammapostel zitierte in einem Jugendgottesdienst in Mailand einmal folgendes: „Wir finden das Gute nicht, da wir über uns keine Autorität mehr anerkennen, die uns sagen darf, was gut ist. Dadurch ist unsere Gesellschaft in der Tendenz unsozial, unsolidarisch, gelangweilt, übersatt, suchtanfällig, gewalttätig, gleichgültig, egozentrisch, sinnentleert.“
         
    „Wir finden das Gute nicht, da wir über uns keine Autorität mehr anerkennen, die uns sagen darf, was gut ist.“ Diesen Satz stellte der Apostel besonders in den Vordergrund. Er möchte sich bei uns bedanken, dass dieses, ohne Abwertung der Umwelt, auf die Jugend nicht zutrifft. Er bedankt sich, dass wir die Autorität Gottes, die nicht autoritär ist, anerkennen. Die Autorität Gottes manifestiert sich in Altar und Amt, nicht im Amtsträger!

Also finden wir die Dinge, die oben zitiert sind in unseren Reihen eigentlich nicht:

  • Unsozial – bei uns herrscht Nächstenliebe!
  • Gelangweilt – mögen wir begeisterungsfähig für die Mitarbeit im Werke Gottes sein.
  • Übersatt – wir sind heute Morgen mit einem Hunger nach dem Wort Gottes her gekommen!
  • Gewalttätig – wir sind nicht gewalttätig, wir sind Friedensstifter!
  • Gleichgültig – unser Seelenheil lässt uns nicht gleichgültig – ganz im Gegenteil
  • Sinnentleert – unser Dasein hat einen tiefen Sinn, so der Apostel. Dazu wollen wir noch einmal das Wort betrachten, so Apostel Hoyer: „Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.“ Man muss das Wort immer im Zusammenhang betrachten – (Heb. 10,25) „und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht.“ Der Apostel hat verg. Tage in einem Buch gelesen, daraus eine kleine Geschichte: In Frankreich gibt es eine kleine kath. Kirche – die Kirche der brennenden Lampen – sie wird deswegen so genannt, weil die Dienste immer Sonntagabends stattfinden. Jedes Gemeindemitglied hat eine Öllampe und diese ist zu den Gottesdiensten mitzubringen – diese wird dann auf die dafür vorgesehenen Armlehnen der Sitzplätze gestellt. Dadurch wird die Kirche erhellt. Wenn also jemand die Versammlung verlässt, bzw. nicht in den Gottesdienst kommt, wird es ein wenig dunkler.

Der Apostel ruft der Jugend zu, nicht die Versammlung zu verlassen, damit es nicht „dunkel“ wird in den Gemeinden – ein jeder ist wichtig und soll sein Licht leuchten lassen.

„Der Glaube ist eine feste Zuversicht“  - ein Grundsatz! – keine wage Angelegenheit, so Apostel Hoyer.
„Wir aber sind nicht von denen, die Zurückweichen“ – Wovor könnte man zurückweichen wollen?

1 . Religiöse Meinungen:
Es gibt Stimmen, religiöse Meinungen, die wollen in Frage stellen, dass die Bibel voll von Wahrheit ist. Es gibt Stimmen, die wollen das Apostelamt und dessen Macht in Frage stellen.

Aus dem Johannesevangelium:
Damals, so steht es in der Bibel, als der Herr Jesus zu den Anwesenden sagte „Wer mein Fleisch nicht esset und mein Blut nicht trinken…“ Daraufhin wichen viele und sagten, „wer ist der, dass wir sein Fleisch essen und sein Blut trinken sollen…“ So wie damals geredet wurde, ist schon der Tonfall bedenklich „wer ist der?“
Jesus fragte dann Petrus – „was sagst Du? – „Du bist der Heilige Gottes“
Der Apostel wünscht sich, dass wir so ganz besonders den 3. Glaubensartikel verinnerlichen: “Ich glaube an den Heiligen Geist, eine heilige Apostolische Kirche, die Gemeinde der Heiligen…“ – deshalb bleibe ich in der Versammlung, deshalb bleibe ich in den Gottesdiensten.

2. Das Gebet:
Apostel Hoyer ist sich wohl bewusst, dass heute auf die Jugend viel einströmt, viele Sorgen und Probleme da sind. Zum Beispiel wurden 70 Bewerbungen geschrieben und man bekam 70 Absagen, andere suchen nach einem geeigneten Lebenspartner und finden ihn/sie nicht und wieder andere werden vielleicht gemobbt. In all diesen und vielen vielen anderen Sorgen wird auch in der Jugend schon viel gebetet… Nun wird aber nicht jedes Gebet direkt erhört – da könnte man auch leicht ins Weichen kommen.
Seien wir uns immer bewusst: Das Gebet ist die ideale Möglichkeit, mit Gott zu sprechen. Gott erfüllt nicht immer sofort jede Bitte => Aber: Gott, Dein Wille geschehe!
Lasst uns beten! Und wenn Gott eine Bitte nicht sofort erfüllt, beten wir weiter, aber überlassen wir Gott, wann und wie er hilft. Viele unserer Großeltern haben gebetet, nicht in Krieg oder Not zu geraten und mussten doch hindurch – viele Beten, nicht zu erkranken und sterben an Krebs – Beispiele hierfür, so der Apostel, gäbe es noch viele.
Aus Sirach 35: Wer Gott dienst, wie es ihm gefällt, dem ist Gott wohl gesonnen.

3. Dinge in der Gemeinde:
Da kann es zum Beispiel einen unkomfortablen Segensträger geben. Wir Amtsträger, so Apostel Hoyer, sind immer bemüht alles richtig zu machen und an uns zu arbeiten.
Dazu sagt der Apostel folgendes: In jedem Amtsträger liegt ein Schatz – diesen sollen wir annehmen!
Wenn wir einmal gemaßregelt werden, vielleicht von jemandem, wo wir meinen, dass es der betreffenden Person nicht zusteht, könnte man weichen wollen.
Was auch immer mal vorkommt, ist, dass sich mal jemand daneben benimmt, oder eine Schwäche hat, die er oder sie nicht abzulegen schafft… auch darüber können wir an einen Punkt kommen, wo man darüber nachdenken könnte zu weichen.
Bedenken wir immer: Nichts mag uns von Gott und vom Altar scheiden! Egal, was auch mal schief geht, oder was einen auch mal ärgert, Gott wird es richten, denn er achtet auf sein Werk!

„Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.“

Der Apostel fasst zusammen:
„Gebläsehalle – Aus Gas wurde Strom und Wind gemacht.“
Lasst den Wind des Geistes das Feuer in uns neu entfachen, möge die Freude nicht weichen!
Lassen wir uns nicht von den vielen Meinungen und Richtungen zum Weichen bringen!
Kein Gebet war jemals umsonst – auch, wenn es nicht sofort erhört wurde. Das Gebet ist unser Kontakt zu Gott.
Auch, wenn mal Probleme in einer Gemeinde sein sollten, ist das Werk Gottes dennoch echt und wahr. Nichts soll uns scheiden.

Björn und Martin

Mitdienen Priester Joachim Ender

Priester Ender geht in seinem Dienen zunächst darauf ein, dass, sehr viel Arbeit in diesen Tag gesteckt wurde. Die Jugend hat heutzutage sehr viel Stress und ebenfalls einen sehr vollen Terminkalender. Daher haben viele, die man gefragt hat, ob sie helfen können, gesagt, dass es nicht geht, bzw. sie nicht wollen.

Man könnte sehr leicht „weichen“ und nicht helfen… Manchmal muss man kämpfen, um irgendwo helfen zu können – darauf liegt der Segen und die Hilfe Gottes. Wir wollen nicht weichen!

Wir benötigen neuapostolische Problemlösungsstrategien, wir wollen im liebevollen Gespräch bleiben, auch mit solchen, die uns anstrengend oder schwierig sind. Wir wollen niemanden ausgrenzen, auch solche nicht, die evtl. anstrengend sind.

 

Weiterdienen Apostel Hoyer

Es gibt zwei Sorgen, so der Apostel:

  1. Wir reden nicht mehr über das Werk Gottes!
  2. Wir ernten beim Reden übers Werk Gottes so viel Gelächter, dass wir Hemmungen hätten,

darüber zu Reden – wir weichen.
Lasst uns wie der Paulus im Verhältnis zum Agrippa sein und immer zu unserem Glauben stehen.

 

Mitdienen Bez.-Ev. Krause

Bez.-Ev. Krause beginnt sein Dienen damit, noch einmal an die Verantwortung zu erinnern, die die Jugend hat, das Werk Gottes weiter zu führen.

Man könne sich gut vorstellen, wenn man an diese Halle hier denkt, hier hätten die damaligen Arbeiter/-innen mit ihren Kindern gestanden und gesagt: „Ihr müsst unsere Arbeit weiterführen“. Da wäre es nicht verwunderlich gewesen, wenn die Kinder ob der vielen Anstrengungen und Unannehmlichkeiten, die mit der Arbeit verbunden gewesen war, gesagt hätten „nee, lasst mal lieber“.
So wollen wir nicht sein, wenn man uns bittet, das Werk weiter zu führen. Wir wollen mithelfen.

Sicher ist mancher heute Morgen auch her gekommen, obwohl er oder sie es schwer hatte, lieber im Bett geblieben wäre, oder es aus gesundheitlichen Gründen verständlicher Weise lieber nicht her gekommen wäre. Der Bez.-Ev. bedankt sich besonders bei diesen, dass sie den Weg heute Morgen hier her gemacht haben.

Er erinnert in dem Zusammenhang an die Geschichte aus der Bibel, wo Mose einige Kundschafter ins Gelobte Land schickte und alle zurückkamen – alle, bis auf Kaleb, waren der Ansicht, dass man es nicht schaffen könne, das Land einzunehmen – aber Kaleb war guter Dinge und sagte, dass man es mit des Herrn Hilfe sicher schaffen wird.

Lasst uns auch nicht resignieren, wenn es mal schwer ist – wir wollen uns immer daran erinnern, dass mit der Hilfe Gottes alles zu Besten gelingt.

Ein anderer Gedanke war noch, dass, wenn wir erkennen, wenn jemand Probleme hat, z. B. in die Jugendstunde zu gehen, wir die Aufgabe, die darin liegt, erkennen. Wir wollen solche „an die Hand nehmen“ und ihnen eine Hilfe sein, im Bedarfsfall auch nach der Jugendstunde über unverstandenes sprechen.

 

Mitdienen Bischof Eckhardt Bischof

Auch der Bischof geht noch mal auf solche ein, die sich heute Morgen her gequält haben. Er dankt diesen Jugendlichen auch noch einmal in besonderer Weise für ihr Kommen.

Hier, in dieser Halle, so der Bischof, ist heute Morgen wieder eine Energiezentrale aufgerichtet – nicht, um Eisen zu schmelzen, sondern, um uns alle neu mit Energie zu versorgen,

Der Apostel hat vieles aufgeführt, warum man im Werke des Herrn weichen könnte…
Im Natürlichen weichen wir aber doch auch nicht: Wenn z. B. der Lieblingsfussballverein mal verliert, weicht auch kein Fan. Alle werden auch beim nächsten Spiel wieder dabei sein. Wer aber weicht, ist auch kein Fan.

Worin liegen denn noch Gefahren, zu weichen?
Eine große Gefahr liegt darin, sich von Gott nichts mehr sagen zu lassen.
Wir wollen immer auf das hören, was uns durch Gott oder die Amtsträger gesagt wird – verstehen wir einmal etwas nicht, so sollen wir nachfragen – nicht einfach weichen!

Wenn man von etwas überzeugt oder begeistert ist, wie die Fans in dem Fußballbeispiel, dann weicht man nicht! Wir sollen auch immer recht begeistert und überzeugt vom Werke Gottes sein.
Gott hat sich schon so oft zu uns bekannt. Vergessen wir dies nicht und bewahren uns das – so werden wir auch nicht weichen.

Eine weitere Möglichkeit, nicht zu weichen ist die Liebe zum Herrn. Wenn wir Gott wahrhaft lieben, weichen wir nicht – auch, wenn wir dadurch vielleicht einmal Unannehmlichkeiten hinnehmen müssen – dennoch werden wir bewahrt bleiben. Daniel hat sich zum Herrn bekannt und wurde dafür in die Löwengrube geworfen – der Herr hat ihn aber in der Situation bewahrt, da Daniel zuvor sich immer wieder zu seinem Herrn bekannt hat.

Bleiben – Gehe ich zum Gottesdienst, zur Gesangstunde, zur Jugendstunde, zur Ämterstunde… oder nicht – Der Bischof weist besonders darauf hin, dass es uns ein Verlangen, eine Selbstverständlichkeit sein soll, dort überall hinzugehen und zu helfen und mitzuarbeiten um so das Werk voranzubringen, denn darauf liegt der Segen unseres Herrn.

 

Weiterdienen Apostel Hoyer

Der Apostel Berichtet, dass, als er in alten Gottesdienstberichten blätterte, er auf einen Bericht eines Jugendgottesdienstes unseres Stammapostels Fehr aus Mailand gestoßen sei. Auch damals war das Thema „Weichen“

Der Stammapostel sagte dazu, was „Weichen“ denn bedeutet, folgendes:

  1. Einen anderen Weg gehen
  2. Sich zurück ziehen
  3. Sich davon schleichen

Was immer kommen mag, wir weichen nicht! Wir bleiben mittendrin. Wenn es mal ein Problem gibt, sprechen wir es an und schleichen uns nicht davon.
Wir wollen Jesu Macht anerkennen – denn darin finden wir das Beste!
Die Sänger sangen soeben den Satz „Selig werden darfst auch Du“ – wir wollen heute einmal besonders Endedarauf achten, alles zu vergeben, damit sich er Satz auch bewahrheiten kann und jeder selig werden kann, der es auch möchte.

ABENDMAHL

ENDE!

Sven Geldmacher, Gem. Hattingen-Mitte