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Bericht:
26.03.2006 - Jugendseminar in Hochdahl - mit dem Bezirksapostel





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Jugendseminar Hochdahl

Dienstleiter: Bez.-Ap. Armin Brinkmann
Mitdienende: Bez.-Ev. Thiel und Apostel Schug

Eingangslied: 158
Abendmahlslied: 198

Thema des Gottesdienstes: Kampf des Glaubens
Wort: 1. Timotheus 6, 12

Chor: J 28 – Die auf den Herrn harren …

Der Bez.-Apostel ging auf das vom Chor gesungene Lied ein, besonders auf die besungene Kraft.

Er sagte, dass ja im Natürlichen die Kräfte, egal, wie viele Muskeln man sich antrainiert, egal, wie viel Kondition man hat, irgendwann schwinden. Man muss regelmäßig das Richtige essen und trinken und genug schlafen, ansonsten ist die Kraft bald aufgebraucht.

Ähnlich ist das mit der Kraft unserer Seele. Nur wenn wir regelmäßig die Seelenspeise (das Wort Gottes) in den Gottesdiensten bekommen, hat unsere Seele Kraft. Wenn man auf den Herrn harrt, an ihm bleibt, bekommt man neue Kraft. Der Gottesdienst ist eine unerschöpfliche Kraftquelle. Die Kraft, die wir im Gottesdienst bekommen macht zwar nicht hübsch – wie es unter Umständen die natürliche Kraft tut – aber sie ermöglicht der Seele, sich auf die Glaubenshöhen zu schwingen und, so der Bez.-Apostel, wenigstens in der Zeit, wo wir im Gottesdienst sind, mal dem Mief der irdischen Sorgen zu entfliehen – über den Sorgen zu stehen.

Bezirksapostel Brinkmann wies darauf hin, dass wir das eingangs gesungene Lied noch mal genau lesen sollen, denn dort steht beschrieben, wofür wir die Kräfte der Seele so dringend brauchen – Zum Siegen!

Wir alle sind erwählt um zu siegen. Wir sind nicht erwählt, den 2. Platz zu machen oder einfach nur irgendwo dabei zu sein – anders als bei Olympia. Hier sagt man, dass es lediglich ums „dabei sein“ geht.

Aber zu siegen bedeutet auch zu Kämpfen.

Der Bezirksapostel hat nun die Geschichte aus 2. Könige 5 erzählt.
In der Bibelstelle geht es um einen sehr angesehenen Feldhauptmann, Naaman, der vom Aussatz befallen ist und Heilung sucht. Auf den Hinweis der Dienerin seiner Frau hin, dass man ihn im Lande Israel von seinem Aussatz befreien könne, ging Naaman zu seinem König und erzählte ihm, was die Magd gesagt hat. Der König von Aram schrieb daraufhin dem König von Israel und kündigte die Ankunft Naamans an. Naahman war derweil unterwegs nach Israel. Der König von Israel war daraufhin sehr ängstlich, dass dieser mächtige Kriegsheld auf dem Weg nach Israel ist. Er befürchtete, dass, sofern Naaman nicht vom Aussatz befreit würde, er die Stadt einnehmen oder angreifen würde. Aus dieser Angst heraus zerriss der König von Israel sogar seine Kleider. Der Prophet Elisa hörte, dass Naaman um Heilung von seinem Aussatz ersucht und sagte dem König, er solle Naaman zu ihm schicken. Naaman kam also zu Elisa. Elisa ließ Naaman durch einen Bote mitteilen, er solle sich siebenmal in den Jordan tauchen. Naaman war sauer, dass der Prophet nicht selbst zu ihm kam, und ihm sagte, was er tun sollte. Er war schließlich mit Rossen und Wagen zu Elisa gekommen und wollte, dass dieser die Hände hob und eine „große Schau“ machte. Weiters war Naaman sauer, dass er sich in den sehr schmutzigen Fluss tauchen sollte. Er zog zornig von dannen. Seine Diener konnten ihn dann aber doch dazu bewegen, das Wort des Propheten zu befolgen. Naaman tauchte sich in den Jordan und ward geheilt. Er kehrte zurück zu Elisa und wollte ihm eine Belohnung geben, dass er Naaman vom Aussatz befreit hat. Dieser wollte aber die Belohnung nicht haben. Naaman und seine Männer zogen von dannen. Als sie unterwegs waren, folgte Gehasi, einer der Diener Elisas, ihnen und sagte Naaman, dass sein Herr, Elisa, es sich anders überlegt hätte und nun doch den Lohn annehmen wollte – dabei wollte Gehasi den Lohn für sich haben. Elisa hat ihn nicht gesandt. Er bekam den Lohn. Als er wieder bei Elisa war hatte der den Lohn UND!!! den Aussatz des Naaman.

Es gibt, so der Bez.-Apostel, vier Personen in diesem Stück. Der Bezirksapostel fragte die Jugend, in welcher der genannten Personen sich der einzelne wieder findet.

  1. Die Magd, die Zeugnis von der Heilungsmöglichkeit gebracht hat
  2. Der ängstliche, kleingläubige König
  3. Naaman, der eine Riesenshow um seine Heilung erwartet hat und seine eigene Vorstellung der Heilung nicht verwirklicht bekam
  4. Gehasi, der aus seiner Gier nach den irdischen Gütern Naaman belogen hat und zwar reich, aber aussätzig geworden war.

Wir sollen, müssen darum kämpfen, dass wir Zeugnis bringen können wie die Magd.
Wir sollen kämpfen, dass wir nicht kleingläubig sind, wie der König.
Wir sollen kämpfen, dass wir keine Show im Gottesdienst erwarten, wie der Naaman eine Show erwartet hat und wir sollen nicht Gott sagen, wie er die Dinge regeln soll - er regelt die Dinge, jedoch nicht immer wie wir uns das vorstellen.
Wir sollen kämpfen, dass wir nicht aus Habgier vom Glauben abkommen oder uns versündigen.

Der Bezirksapostel erwähnte, dass im letzten Ämter-GD das Thema „Kampf um jede einzelne Seele“ sehr im Mittelpunkt stand. Er sagte, dass er grade dieses Thema auch besonders jugendnah sieht.

Er hat die Jugend aufgerufen um jeden Mitjugendlichen zu kämpfen. Dies ist nicht nur Aufgabe der Jugendleiter. Besonders wies er darauf hin, dass wir um die kämpfen sollen, die es nicht für Wert erachtet hatten, an diesem Morgen in den (Jugend-)Gottesdienst zu kommen.

Welche Ziele sollen wir bei unseren Kämpfen verfolgen?
Gute Ziele – Schlechte Ziele
Gute Ziele – Dinge, für die wir kämpfen sollen, sind:

  1. Jedes einzelne Wort, welches vom Altar kommt – nicht abschalten, wenn Priester „XY“ an den Altar tritt, weil man den gerade mal nicht so super findet.
  2. In jedem Gottesdienst darum kämpfen etwas mitzunehmen, egal ob der Gottesdienst besonders toll und lebhaft oder mal eben nicht so toll formuliert oder gar uninteressant war oder wir das Wort schon zehnmal gehört haben. Der Inhalt ist entscheidend!
  3. Obwohl wir alle unsere Fehler haben, sollen wir immer für die Gnade und den Segen Gottes kämpfen.
  4. Zusammenhalt – Bez.-Ap. Brinkmann hat die Cliquenbildung in manchen Jugendgruppen in den Gemeinden ungut geheissen. Dies gilt im Besonderen für die Konfirmanden, nehmt sie auf, und lasst sie nicht außen vor stehen, weil sie ja noch „Kinder“ sind.
  5. Erkenntnis
  6. Kraft und Stärke, immer den Anfechtungen widerstehen zu können. Ap. Schug ging in seinem Mitdienen besonders auf diesen Punkt noch mal ein. Manchmal ist es ja so, dass man auf der einen Seite einen Erfolg verbuchen kann – z. B. ein gutes Klausurergebnis – und nur wenige Minuten später einen Misserfolg o. ä. einstecken muss – Stress mit dem Freund/der Freundin. Auch, oder vielleicht gerade hier müssen wir immer wieder für besondere Kraft bitten, dass wir in den Wechselbädern der Gefühle, die wir manchmal so mitmachen müssen, im Glauben bestehen und dann nicht plötzlich meinen, dass Gott uns nicht mehr mag.

Schlechte Ziele – Dinge, für die wir NICHT kämpfen sollen, bzw. wogegen wir ankämpfen müssen sind:

  1. Rechthaberei – man soll auch mal etwas stehen lassen können, denn man hat dadurch, dass man immer Recht behalten will evtl. viel Unfrieden.
  2. Immer wieder in die alten Sünden zu verfallen.
  3. Versuchungen Satans
  4. Oberflächlichkeit

 

Der Bez.-Ev. Thiel ging noch einmal besonders darauf ein, dass ein Kampf schließlich nicht vom Schreibtisch aus gekämpft werden kann… man muss aufstehen und „rausgehen“!

Er erzählte in dem Zusammenhang die Geschichte von den Jüngern, die zurück nach Emmaus gehen wollten – Jesus ging ihnen nach – bis sie ihn erkannten und mit ihm gingen.
Genau so sollen auch wir den Verirrten hinterher gehen und sie wieder zurückbringen.

Hierbei kann es passieren, dass man, wie bei jedem anderen Kampf auch, Niederlagen einstecken muss. Davon soll sich aber keiner entmutigen lassen, sondern weiterkämpfen.

Auch in der Niederlage soll man an seinen Sieg glauben und als Sieger kämpfen. Wir treten an um zu siegen! Wir sind erwählt zu siegen – nicht um den zweiten Platz zu machen ;-)

Der Bezirksapostel hat abschließend gesagt, dass die Vollendung, anders als die Fussball-WM, wo lediglich elf Personen um den Sieg für Deutschland „kämpfen“ und nachher alle sagen „Wir sind Weltmeister“, kein Zuschauerspiel ist, sondern es hierbei auf JEDEN einzelnen ankommt, jeder soll und muss aktiv mitarbeiten und dabei sein!

Sven Geldmacher